Tankstelle

Ps 26,8 HERR, ich habe lieb die Stätte deines Hauses und den Ort, da deine Ehre wohnt.

Wenn wir unterwegs nach Marburg zu unseren Kindern sind, dann fahren wir nur den ersten Teil der Strecke Autobahn. 

Danach biegen wir auf die Bundesstraße ab. Dieser Weg ist in der Regel nicht schneller, aber spart Sprit und wir können die schöne Aussicht auf die Natur und die kleinen Dörfer genießen. An der Einfahrt einer Dorfkirche in Berndorf ist ein großes Transparent angebracht: „Gottesdienst! Hier tanke ich auf!“ Ich liebe diesen Spruch. Er erinnert mich an das Wort Gottes, das in der Gemeinde gepredigt wird. An die Lieder, die wir in den Gottesdiensten zusammen singen und an die gute Gemeinschaft. Es bedeutet für mich eine besondere Atmosphäre, besondere Kraft und ein besonderer Segen. Die Kirche ist ein besonderer Ort, doch wohnt Gott nicht nur an heiligen Orten. Eine leere Kirche macht den Ort nicht heilig. Wenn sich Gläubige aber darin versammeln und Gott preisen, wird der Raum mit dem Heiligen Geist erfüllt. Gott wohnt in unseren Herzen, und ist mitten unter uns: „Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen“ sagt Jesus zu seinen Jüngern in Mt.18,20. „…den Ort, da deine Ehre wohnt“. Wo wohnt Gott und wo finden wir Ihn? Wir finden Gott da, wo wir Sein Reden vernehmen und wo Ihm die Ehre gebracht wird. Das kann an jedem Ort der Erde sein und in jeder Lebensituation. Ob in fröhlichen Momenten, in Trauer oder wenn wir mutlos sind. Innerlich anhalten und auf Gottes Reden hören bedeutet aber auch dass wir von der Hektik des Alltages Abstand nehmen müssen. Uns zurückziehen, stille werden und im Gebet unsere Anliegen vor Gott bringen, aber auch auf Sein Reden hören. Haben wir dafür noch Zeit? Wir haben doch alle soviel zu tun und müssen unseren Aufgaben nachkommen. Die Frage ist: Was hat Priorität? Gott soll in unserem Leben immer an erster Stelle sein, das bedeutet auch, dass Sein Reden an erster Stelle stehen soll und dazu müssen wir uns Zeit nehmen Ihm zuzuhören und Ihm die Ehre zu geben.

In den Gottesdiensten bekommen wir geistliche Speise für die Woche. Wir werden ermutigt, getröstet und gesegnet – hier tanken wir auf. Mit diesem „Kraftstoff“ ist es viel leichter im Alltag unsere Aufgaben zu meistern und wir können sogar andere mit der Liebe Gottes anstecken.

Viktor Sawatzki

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